ABENTEUER KAMERA,


erzählt kleine Situationen und Geschichten vom Alltagsgeschehen und der Arbeit als Kameramann.



MEINE STORYS


Action ist angesagt...

Wenn es rasant nach Aktion aussehen soll, ist die Verfolgungsfahrt (Hinterherfahrt oder Vorwegfahrt) angesagt. Dazu gibt es speziell angefertigte Fahrzeuge mit angesetzten Plattformen für Kameramann und Technik. Diese Art der Dramaturgie ist immer wieder eine extreme Herausforderung für alle Beteiligten, da für solche Einsätze eine extreme Konzentration und auch körperliche Belastung notwendig wird. In dieser Variante wird Sicherheit sehr groß geschrieben, da es sehr oft um höhere Geschwindigkeiten verbunden mit einem hohen Risiko für alle Beteiligten geht.

Wenn's schnell gehen muss...

Zeit und Aufwand kosten Geld - nicht selten kommt die einfache Variante in Frage. Der Kameramann sitzt wechselnd auf der Türkante, fest mit den Füßen unter dem Autositz verankert, um den Schuss und den Gegenschuss (zwei sich unterhaltende Darsteller) während der Fahrt zu dokumentieren. Natürlich nicht gerade die legale und gefahrloseste Lösung für den Kameramann. Auch dafür gibt es seitliche Kamera-Autoaufhängungen, die natürlich auch ihre Zeit der Montage benötigen. Auch der Kofferraum wird oft als günstige Ersatzlösung herangezogen.

Action mit Helikopter...

Der Helikopter - ein sehr oft genutztes Mittel der Dramaturgie. Bei offener Türe sitzt der Kameramann angeschnallt hinter seiner Kamera. Auf der Kufe sitzt nicht etwa der Kameraassistent um die Schärfe zu ziehen, nein - in diesem besonderen Fall ist es ein Darsteller, der speziell gesichert auf der Hubschrauber-Kufe hängt. Auch diese Aktion ist mit viel Aufwand verbunden, vor allem weil der Helikopter in geringen Höhen nicht überall eine Fluggenehmigung bekommt. Die Absprachen zwischen Kameramann und Pilot sind für das Gelingen der Aufnahmen sehr entscheidend..


Middle Mount...

Das Middle Mount II Tyler Camera System ist die professionellste und wirkungsvollste Lösung aller Filmflüge. In dieser Variante sitzt der Kameramann auf der Türkante. Die Kamera ist befestigt an einer Art Mittelsäule die gefedert aufgehängt ist um Vibrationen des Helikopters aufzufangen. Die bildlichen Anflüge liegen sehr stark in der Hand des Piloten, da der Kameramann durch sein geringes Bewegungsfeld eingeschränkt ist. Angespannte Konzentration und genaue Absprachen sind notwendig.

Der Spanngurt als Ersatz...

Es gibt für alles eine Lösung. Wenn keine Middle Mount Profilösung zur Hand ist oder wir uns in fernen Ländern befinden, dann ist die Zuggummi-Variante eine gute Lösung. Die Kamera wird frei schwebend mit Gummizügen in den Türholmen verankert. Die Kamera wird ausgerichtet auf die gewünschte Schussrichtung. Dann presst sich der Kameramann mit seinem Körper gegen die Kamera und drückt sie nach draußen. Dies sollte außerhalb des Windflusses erfolgen. Eine nicht ganz ungefährliche Art, aber oft die einzig ruhige Lösung, um Vibrationen vertretbar aufzufangen...

Rund ums Fliegen...

Mit dem Thema Fliegen werden wir Kameraleute sehr oft konfrontiert. Entweder als Film- und Fotoflug, Transportmittel, technische Kontrollflüge oder einfach nur das Fliegen selbst, als Faszination. Die Serviceanwendungen beim Helikopter sind genau so spannend wie eine Inspektion einer großen Lufthansa-Maschine im Hangar. Die Aufgabe des Kameramannes ist es, dort dabei zu sein und genau zu beobachten wo dem Zuschauer zuhause kein persönlicher Einblick gewährt wird. Klettern, kriechen und steigen in extrem unterschiedlichen Bereichen - das ist unser Alltag


Fliegen wie ein Vogel...

Ein oder zwei Mann Flugkörper sind eine ganz andere Art des Fliegens oder Schwebens. Diese kleinen Helis sind sehr geeignet, in niedrigerer Flughöhe über Golfplätze zu kreisen. Sie haben aber den Nachteil der hohen Windanfälligkeit und der doch recht starken Vibration, die nur sehr schwer über den eigenen Körper auszugleichen geht. Der Vorteil ist, dass eine geringe Flughöhe gut möglich ist und recht geringe Anforderungen an die Start und Landebedingungen dafür notwendig sind..

Der letzte Flug...

Der einmotorige Flieger. Das meistgenutzte Flugzeug für die entferntesten Winkel dieser Erde. Nur mit diesem Transportmittel haben wir schon entlegene Zielorte erreicht. Filmflüge mit einer Einmotorigen sind möglich aber nicht besonders ideal. Windanfälligkeit und keine genaue Zielorientierung sind die Nachteile. Gerade dieses Foto löst etwas Wehmut aus: nach unserem Flug von Caracas (Venezuela) zum Salto Angel (höchster Wasserfall der Erde) ist dieses Flugzeug abgestürzt, was dort keine Seltenheit ist..

Die Herausforderung...

Die Ballonfahrt ist wirklich eines der romantischsten Dinge auf dieser Welt. In unserem Fall über Kappadokien (Türkei). Es ist eine sagenumhüllte Märchenlandschaft. Eine Ballonfahrt ist ein Traum, aber für den Kameramann keine Herausforderung, denn der Ballon fliegt dorthin wo ER (Ballon) möchte. Natürlich beeindruckend ruhige Bilder, man fühlt es wahrhaftig über Berge, Täler und Bäume nur so zu schweben. Im Volksmund über das Tal der bunten Penisse (kein Scherz). Ganz klar ein beeindruckendes Erlebnis.


Schutz für Leib und Seele...

Ganz klar eine Herausforderung, denn es könnte die letzte sein. Eine Garage geht in die Luft (nächstes Bild). Für eine Explosion sind alle gesetzlichen Sicherheiten einzuhalten. Natürlich muss unser liebstes Baby - die "Kamera" - ganz besonders gut geschützt werden, genauso wie der Kameramann der den Vorgang bis zum bitteren Ende überwachen muss. Durch eine spezielle Vorrichtung wird die Kamera geschützt und gesichert.

Wum.. alles vorbei

Der einmotorige Flieger. Das meistgenutzte Flugzeug für die entferntesten Winkel dieser Erde. Nur mit diesem Transportmittel haben wir schon entlegene Zielorte erreicht. Filmflüge mit einer Einmotorigen sind möglich aber nicht besonders ideal. Windanfälligkeit und keine genaue Zielorientierung sind die Nachteile. Gerade dieses Foto löst etwas Wehmut aus: nach unserem Flug von Caracas (Venezuela) zum Salto Angel (höchster Wasserfall der Erde) ist dieses Flugzeug abgestürzt, was dort keine Seltenheit ist..

Auto geht in Flammen auf...

Ein Auto stürzt den Berg hinunter und...geht (selbstverständlich) in Flammen auf - auch wenn es in der Realität gar nicht so einfach ist daß sich ein Fahrzeug entzündet. Aber im Film erwartet man es einfach. Die Vorbereitungen laufen den ganzen Tag, Öl muss abgepumpt werden - die Pyrotechnik muss planen und montieren. Was passiert kurz vor dem Absturz - Panik - Auto funktioniert nicht mehr – Lösung: ein weiteres Fahrzeug schiebt es an, damit es doch noch mit Schwung die Böschung hinunter stürzen kann und anschließend wie geplant in einem Feuerball aufgeht. Geschafft! Ein langer Tag bis spät in die Nacht.